Skizze aus dem Konzept der Stadtverwaltung Blomberg

Skizze aus dem Konzept der Stadtverwaltung Blomberg

Die Stadt Blomberg nimmt mit einem eigenen Wettbewerbsbeitrag am Projektaufruf des Landes NRW „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ teil, es handelt sich dabei um ein Sonderprogramm. Das von der Stadt Blomberg erarbeitete Projekt, stellte Bürgermeister Klaus Geise am heutigen Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz vor.

 

Aufgelegt wurde das Programm um die Städte und Gemeinden bei der Integration von Flüchtlingen zu unterstützen. Das Land NRW stellt den Kommunen in 2016 eine Summe in Höhe von 72 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Gefördert werden können dabei sowohl investive Maßnahmen wie Neubau oder Umbau, aber auch Modernisierungsmaßnahmen von zum Beispiel Betreuungseinrichtungen wie Schulen, Sporteinrichtungen, Kindertagesstätten oder Jugendtreffs. Auch investitionsbegleitende Maßnahmen wie die Organisation des bürgerschaftlichen Engagements oder Quartiersmanagement können theoretisch finanziell unterstützt werden. Die Kommunen bekommen durch dieses Sonderprogramm die Möglichkeit, zusätzliche Betreuungseinrichtungen zu schaffen oder auch entsprechendes Personal einzustellen, beides im Hinblick auf den Zuzug von vielen Menschen einfach eine Notwendigkeit. Finanzschwache Kommunen sollen dabei in besonderer Weise von dem Programm profitieren können.

 

In einer Pressemeldung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hieß es: „Die bewährten Instrumente der Städtebauförderung tragen in erheblichem Umfang zur Verbesserung und Sicherung des sozialen Zusammenhalts und der Integration bei. Mit diesen Mitteln kann in den Städten und Gemeinden nicht nur der Wohnbestand aufgewertet werden, sondern davon können auch Einrichtungen für Begegnung, Bildung und Kultur gefördert werden. „Deshalb möchte ich die Investitionszuschüsse insbesondere zur Verbesserung des Zusammenlebens aller im Quartier lebenden Menschen in baulich investive Maßnahmen der Daseinsvorsorge lenken“, so Groschek weiter.“

 

Auch die Verwaltung der Stadt Blomberg hat diese Förderchancen erkannt und nimmt nun mit einem eigenen Wettbewerbsbeitrag wie folgt teil:

 

Die ehemalige Grundschule im Paradies, strategisch günstig gelegen, wird in Teilen zu einem Integrationszentrum Blomberg umfunktioniert. Während im vorderen Teil die Weiternutzung als Schule für die Grundschule am Weinberg erfolgen soll, könnten im hinteren Bereich Räume für Schulung und Sprachförderung, Kinderbetreuung oder Kleiderstube entstehen bzw. dafür umgebaut und genutzt werden. Ferne würde es Projekträume, Verwaltungs- und Ehrenamtsbüros geben. Auch die Sporthalle soll in das neue Konzept eingebunden werden.

 

Die Verwaltung der Stadt Blomberg hat das Ergebnis ihrer Arbeiten bereits als Projektantrag beim Land eingereicht um die Frist zu wahren. Da es noch keinen Ratsbeschluss dazu gibt, muss dieser bis spätestens zum 11. März 2016 nachgereicht werden. Ein Ratsbeschluss ist erforderlich, weil es sich bei der Ausschreibung um einen Wettbewerb handelt, der eine Eigenbeteiligung in Höhe von 30% erfordert, somit also städtisches Geld ausgegeben würde. Ob der Antrag erfolgreich sein wird, entscheidet eine Jury.

 

Bürgermeister Geise erklärte: „Unter der großen Überschrift „Integrationszentrum Blomberg“ stellen wir uns gerne diesem Wettbewerb, bietet er doch die Chance, ein sonst schon fast aufgegebenes Gebäude zu erhalten. Ich bin zuversichtlich, dass das was wir seitens der Verwaltung erarbeitet haben auf positives Feedback stoßen wird und wir gute Chancen auf Förderung haben. Es geht hier nicht nur rein um die Flüchtlingsthematik, sondern u. a. auch um ein städtebauliches Entwicklungskonzept. Die seitens des Landes angefragten Belange erfüllen wir in hervorragender Weise. Die Konkurrenz durch andere Kommunen ist natürlich da, aber ich bin wirklich zuversichtlich.“

 

Rund 1,3 Millionen Euro würde die Realisierung des von der Verwaltung vorgeschlagenen Projektes „Integrationszentrum Blomberg“ kosten. Veranschlagte Kostenschätzungen wie folgt:

 

400.000 € Aufwendungen für die Ertüchtigung des Altbaus betragen geschätzt etwa
350.000 € Aufwendungen für die Ertüchtigung der Turnhalle
100.000 € Installation für die zentrale Heizungsanlage
130.000 € Behindertengerechter Ausbau und die Umgestaltung des Geländes

 

88.000 € Personalkosten für eine Vollzeitstelle inkl. Neben- und Sachkosten
264.000 € Gesamtpersonalkosten für einen Projektzeitraum von drei Jahren
20.000 € Kosten für die einmalige Erstausstattung

 

In seiner Sitzung am 9. März wird zunächst der Ausschuss für Senioren, Jugend und Soziales und einen Tag später der Rat der Stadt Blomberg über den Förderantrag abstimmen. Da nicht davon auszugehen ist, dass das Votum gegen den Vorschlag der Verwaltung getroffen wird, bleibt zu hoffen, dass Blomberg sich im Wettbewerb durchsetzen kann. Mit einem Ergebnis soll bereits bis Ende März zu rechnen sein, damit die Kommunen schnell mit der Umsetzung der Maßnahmen beginnen und diese bis 2018 auch abschließen können.

 

Detailinformationen und viele Bilder stellt die Stadt Blomberg unter http://www.blomberg-lippe.net/news/artikel/article/integrationszentrum-blomberg/ zur Verfügung. Hier finden Interessierte auf 25 Seiten alle relevanten Informationen und viele Erläuterungen zum Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus diesem Sonderprogramm des Landes NRW.