Die Teilnehmer Tobias Brecht und Sandra Worms bergen einen Verunglückten auf dem Blomberger Marktplatz

Die Teilnehmer Tobias Brecht und Sandra Worms bergen einen Verunglückten auf dem Blomberger Marktplatz

Am heutigen Sonntag fand der, von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. organisierte, First Aid Highway statt. Die Aktion von Bikern für Biker wurde sorgsam vorbereitet und sollte den Teilnehmern die erste Hilfe am Unfallort näher bringen. Hierfür eigneten sich die beliebten Motorrad-Strecken um Blomberg herum, an denen verschiedene Stationen vorbereitet wurden. Ehrenamtliche Schauspieler wurden hierfür realistisch geschminkt und spielten die Opferrollen so lebensnah wie möglich nach- also auch mit Schreien und der Panik, die bei vielen Verletzten beobachtet werden kann.

 

Die neun Teilnehmer der Aktion sowie die Organisatoren trafen sich gegen 12 Uhr in Blomberg, um dann Richtung Schwalenberger Feuerwehrgerätehaus zu fahren, wo der erste „Verunglückte“ auf sie wartete. Dieser hatte einen offenen Schienbeinbruch. Nach der Übung ging es weiter zum Köterberg. Auf dem Parkplatz vorm Köterberghaus bargen die Teilnehmer als nächste Übung einen bewusstlosen Motorradfahrer.

 

Bei der dritten Station, vor dem Gemeindehaus Vahlbruch, wurde der Ernstfall eines Wirbelsäulentraumas geübt, danach ging es zum Johanniter-Seniorenstift Lügde, wo die Teilnehmer erste Hilfe bei einem Schlaganfall nebst Unterzuckerung leisteten.

 

Nach einer Kaffeepause kam dann das große Finale auf dem Blomberger Marktplatz: eine Gruppe verunglückter Motorradfahrer musste hier geborgen werden, der Notruf wurde hierbei zur Herausforderung- wer hat welche Verletzungen, wie viele Verletzte sind es… Die Teilnehmer merkten wie schnell man in einer Notsituation an seine Grenzen gelangen kann.

 

Nachdem auch diese Übung abgeschlossen war, wurde der Kurstag evaluiert. Die Teilnehmer sind aufgrund der realistischen Fälle begeistert und legen die Teilnahme allen Bikern ans Herz. Besonders wichtig war an diesem Tag auch die Helmabnahme, die man in Alltagssituationen eher selten üben kann. Auch Emotional forderte der Tag die Teilnehmer heraus. Die Schauspieler, die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes sind, haben ganze Arbeit dabei geleistet, die Situationen so echt wie möglich wirken zu lassen.

Die Teilnehmer fühlen sich für den Ernstfall jetzt besser vorbereitet und können selbstsicherer erste Hilfe leisten.