In Workshops wurden Ideen, Anforderungen und Perspektiven zur Initiative „Gemeinsam klappt’s“ erarbeitet. Foto: Kreis Lippe.

Über 1750 geflüchtete Personen im Alter von 18 bis 27 Jahren leben zurzeit im Kreis Lippe. Für diese bietet das Programm „Gemeinsam klappt´s“ neue Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungschancen. Durchgeführt wird die Initiative von der Landesregierung NRW gemeinsam mit der Landeskoordinierung der Kommunalen Integrationszentren, dem Großteil der kreisfreien Städte und der Kreise sowie einigen kreisangehörigen Kommunen. Begleitet wird das Vorhaben durch die Jugendmigrationsdienste vor Ort.

 

Als geschäftsführende Stelle lud das Kommunale Integrationszentrum Lippe (KI) im Namen des Kreises Lippe zur Auftaktveranstaltung ein. Dr. Stefan Buchhold von der Landeskoordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren in NRW klärte über die bisher feststehenden Rahmenbedingungen auf und gab einen Überblick in den Planungsprozess des Landes. Unabhängig von ihrer Bleibeperspektive und dem rechtlichen Aufenthaltsstatus können auch Geflüchtete mit eingeschränkter Bleibeperspektive von dem Programm profitieren.

 

„Es geht um die Verbesserung der Teilhabechancen der Geflüchteten im Alter von 18 bis 27 Jahren“, erklärt Thomas Frank, Koordinator der Initiative im Kreis Lippe und Mitarbeiter des KI. Beim Auftakttreffen im KI Kreis Lippe verdeutlichten Joachim Köhne und Angelika Flach-Bossert vom Kooperationspartner „Jugendmigrationsdienst Lippe“ anhand von Fallbeispielen, dass es zahlreiche Einflussfaktoren auf den Integrationsprozess gibt.

 

Neben der Klärung des Aufenthaltsrechts gehören auch Themen wie Gesundheit, Lebensunterhalt und die Anbindung an das Netz öffentlicher Verkehrsmittel dazu. Im Mai sollen die Verhandlungen der Ministerien zu den finanziellen Mitteln der auf drei Jahre angelegten Landesinitiative geklärt sein. „Für ganz NRW werden nach aktuellem Kenntnisstand 500.000 Euro bereitstehen, die auf alle teilnehmenden geschäftsführenden Stellen verteilt werden sollen und für die gesamte Projektdauer zur Verfügung stehen“, erläutert Frank.