In den 124 lippischen Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wurde im ersten Quartal dieses Jahres ein Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies zeigt die aktuelle Auswertung der Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW).

 

„Der Umsatz der lippischen Industrie ist mit einem Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen“, interpretiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) diese Ergebnisse. Die heimische Industrie konnte sowohl im Inland mit einem Plus von 3,4 Prozent (NRW: -0,5 Prozent) als auch im Ausland mit einer Zunahme um vier Prozent (NRW: -1,3 Prozent) punkten. Mehr als jeder zweite Euro wird unverändert im Ausland erwirtschaftet. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 4,9 Prozent (NRW: +2,0 Prozent) auf 27 375 Personen.

 

In fast allen Branchen wuchsen die Umsätze im ersten Quartal dieses Jahres. Die Elektrotechnik, Lippes größte Einzelbranche, meldete ein Umsatzplus von 5,5 Prozent. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf den Export zurückzuführen. Mehr als zwei Drittel der Umsätze werden in dieser Branche im Ausland erwirtschaftet. Aktuell sind rund 9 443 Personen in der Elektroindustrie beschäftigt.

 

In der Möbelindustrie ging der Umsatz um 7,5 Prozent zurück, weil das Inlandsgeschäft schwächelte. In der Chemischen Industrie lag der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Die IHK Lippe merkt an, dass ein Teil dieses Wachstums darauf zurückzuführen ist, dass die Anzahl der meldepflichtigen Betriebe im Vergleich zum Vorjahr um fünf zugenommen hat.