Hans-Ulrich Arnecke

Auf Nachfrage unserer Redaktion beim Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden der Blomberger Parteien haben wir bislang folgende Rückmeldungen zum Rückzug von Hans-Ulrich Arnecke aus dem Rat erhalten:

 

Bürgermeister Klaus Geise: „Den Mandatsverzicht von Ratsherrn Hans-Ulrich Arnecke kann ich nur mit dem allergrößten Bedauern zur Kenntnis nehmen. Welche Gründe ihn auch immer zu diesem Schritt gebracht haben, so bleibt festzustellen, dass der Rat der Stadt Blomberg damit die Mitwirkung und insbesondere die Kompetenz eines sehr aktiven Ratsmitgliedes verliert, welches sich über Jahrzehnte mit hoher Sachkunde und persönlicher Integrität in die ehrenamtliche Kommunalpolitik hier in Blomberg eingebracht hat. Sein Rückzug stellt nicht nur für die Arbeit in den Gremien, er stellt auch für unser Gemeinwesen in Gänze einen großen Verlust dar.“

 

Günter Simon, Fraktionssprecher der FBvB: „Ich bedaure es – auch im Namen der FBvB, dass Herr Arnecke sein Ratsmandat zurück gegeben hat. Wir sind immer gut miteinander ausgekommen und Ulrich hatte stets ein offenes Ohr, wenn es etwas zu besprechen gab. Seine ruhige, sachliche Art des Umgangs mit relevanten Themen, war oft hilfreich. Ich weiß nicht, was sich in der Fraktion der Blomberger Grünen abgespielt hat. Nach den Vorfällen der letzten Zeit mit dem Ratsherrn Broeker bin ich immer noch geschockt, dass so etwas in unserem Rat möglich war. Herr Arnecke trägt sicher keine Schuld daran! Es sind oft Andere, die nach vorne preschen. Ob es dann besser wird, wage ich zu bezweifeln. Ich gehe davon aus, dass auch die Blomberger Grünen Arneckes ruhige und besonnene Art bald vermissen werden. Langjährige Erfahrung kann man m. E. nicht so ohne weiteres ersetzen. Immerhin hat er jetzt mehr Zeit für seine Familie, die in den letzten Jahren sicher oft zu kurz gekommen ist. Für den weiteren Lebensweg wünschen wir Herrn Arnecke alles Gute.“

 

Günther Borchard, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Blomberg: „Der Schritt von Hans-Ulrich Arnecke ist in meinen Augen außerordentlich bedauerlich. In den nunmehr fast 19 Jahren meiner Ratstätigkeit habe ich ihn vom ersten Tage an als kompetenten, sachlichen und sorgfältig abwägenden Ratskollegen erlebt. In der Zeit von 1999 bis 2014 hatte ich durch die Sachlichkeit seiner Redebeiträge nie das Gefühl, dass es ihm um Profilierung aus dem Oppositionsblickwinkel ging, sondern immer um die Sache und für die positive Entwicklung des Gemeinwesens. In den letzten Jahren seit der Kommunalwahl 2014 habe ich ihn als verlässlichen Kooperationspartner in der Zusammenarbeit von SPD und Grünen erlebt. So war es immer möglich, in der Sache zu guten Ergebnissen zu kommen und vernünftig die Herausforderungen für die Stadt zu bewältigen.

 

Wer sich zurückerinnert, weiß, dass gerade er entscheidend dafür gesorgt hat, dass die Grünen zur Kommunalwahl 2009 und 2014 antreten konnten. Dass interne Streitereien über den Kurs der Grünen offensichtlich dazu geführt haben, dass er sein Amt zurückgibt, weist nicht nur auf gravierende sachliche Differenzen hin, sondern dass grundsätzlich ein anderer Kurs gewollt ist. Persönliche Profilierungsinteressen dürften da wohl eine große Rolle gespielt haben. Deutliche Hinweise hat es dazu in der jüngeren Vergangenheit gegeben.

 

Für mich ziehe ich das Fazit: Bei den Grünen hat offensichtlich eine mehr als bedenkliche und bedauerliche Entwicklung stattgefunden, die Hans-Ulrich Arnecke nun zu dem Schritt bewegt haben. Ein klarer Verlust für die Sacharbeit in den Gremien und im Rat.“

 

Anm. der Red.: Sollten wir weitere Rückmeldungen/ Stellungnahmen zu diesem Thema erhalten, so werden wir diese an dieser Stelle ergänzen.